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St. Anna übernimmt Patenschaft für Cynthia und spendet für African Angel e.V.!

Im März 2009 reiste Harriet auf Einladung der Katholischen Gemeinde St. Anna nach Weinstadt-Beutelsbach. Im Rahmen eines ´afrikanischen Essens´(im Anschluss an die Eucharistiefeier) wurde dem Gast aus Düsseldorf eine Spende in Höhe von 610 Euro für das Kinderprojekt in Accra übergeben. Organisiert von Gemeindemitglied Hildegard Fink-Ehret aus Beutelsbach, übernahm St. Anna dann im weiteren Verlauf des Jahres die Patenschaft für Cynthia Torgbor (17) [113, 114, 115]. Darüber freuen wir uns ganz besonders, denn für ältere Kinder Paten zu finden, ist nicht immer ganz einfach.

2010 möchte African Angel den Bau des dritten Hauses beenden. Im Januar 2010 erhielten wir von der Gemeinde St. Anna eine großzügige Spende in Hohe von 2.000.- € , ein Betrag, der uns der Fertigstellung des Neubaus wieder ein ganzes Stück näher bringt. Herzlichen Dank an St. Anna!

Harriet Bruce-Annan als Gast bei den Comeniusschülern in Ratingen-Lintorf

Im Rahmen einer Projektwoche ´Afrika´ konnten die SchülerInnen im Mai 430 € Spenden sammeln. Bei der Übergabe des Geldes für das Kinderheim African Angel in Accra am 18. Septemmber 2009 bedankte sich Harriet herzlich und zeigte auch die Dokumentation über das Hilfsprojekt, die der WDR vor Ort gedreht hatte. Für die Kinder und die Beschenkte war dieser Tag gleichermaßen ein schönes Erlebnis! [116, 117]

Eine Autorin betritt die Bühne: Harriet stellte vom 16.-18. Oktober 2009 ihr Buch "African Angel. Mit 50 Cent die Welt verändern" auf der Buchmesse in Frankfurt vor.

Auf dem Stand des Lübbe-Verlages saßen namhafte Autoren wie die sprichwörtlichen ´Hühner auf der Stange´ und zwischen ihnen auch erstmals die Vorsitzende des Vereins African Angel e.V., Harriet Bruce-Annan, die ihre Biographie vorstellte. Obwohl dieses Terrain für die frisch gebackene Autorin ungewohnt und völlig neu war, meisterte sie auch diese Herausforderung mit einer Kühnheit, die ihr wohl in die Wiege gelegt worden ist. Auch die anschließende Promo-´Ochsentour´ durch TV-Studios und Radiosender absolvierte sie mit Bravour. Bei der Kritik und (besonders wichtig) bei den Leserinnen und Lesern scheint das Buch gute Resonanz zu finden - in mancher Buchhandlung war es sogar die Nummer 1! [118, 119, 120, 121]

GLOBAL PLAYERS - SPIELZEUG AUS AFRIKA: Bundespräsident Dr. Köhler eröffnet Ausstellung von afrikanischem Kinderspielzeug am 27.10.2009 in Berlin

Als Harriet die Einladung zur Ausstellungseröffnung erhielt, fühlte sie sich geehrt und verpflichtet. Immerhin hatte Birgit Virnich, die WDR-Korrespondentin, die den Dokumentarfilm über African Angel in Accra gedreht hatte, die Ausstellungsstücke in den langen Jahren ihres Aufenthaltes in Afrika zusammen gesammelt. Also nahm sie den Frühflieger von Düsseldorf nach Berlin und war noch vor dem Bundespräsidenten im Technischen Museum. Großes Hallo und Wiedersehensfreude, als sich Birgit Virnich und Harriet in die Arme fielen. Anne Will und Wolfgang Niedecken (BAP) als Botschafter der veranstaltenden Organisation und Bundespräsident Dr. Köhler als Schirmherr eröffneten die Ausstellung.

Die Worte seiner Eröffnungsrede wiesen den Bundespräsidenten einmal mehr als Afrikafreund und Afrikakenner aus. Auch den anschließenden Rundgang genossen die Teilnehmer und als Harriet am späten Nachmittag wieder in Düsseldorf landete, war sie sicher, einen guten Tag für Afrika erlebt zu haben. [122, 123, 124]

Kleines Geld von großen Herzen!

Da hatten 12 Kinder aus der Klasse 5a der Schule "Am Bürgergarten" in 04838 Eilenburg eine tolle Idee: Im Dezember 2009 wurde in der Klasse das Projekt "Afrikanischer Schwung" durchgeführt. Dabei sprachen die Kinder auch über das Thema "Schulbildung" und die Arbeit von African Angel e.V. Spontan beschlossen die Kinder einen Trödelmarkt zu veranstalten. Der Verkaufserlös von 90.- € sollte African Angel gespendet werden. Die Lehrerin, Frau Sylvia Korthe, war aber so stolz auf ´ihre´ Kinder, dass sie und ihr Mann 60.- € drauf legten. So erhielten die Kinder von Bukom also am Ende 150.- € von den Eilenburger "Aktivisten". Danke!

Bühne frei und Vorhang auf in Großenknethen!

Sage noch einer, dass deutsche Kinder keine Ideen haben: Katharina, Maja, Janne und Marie brachten zur Vorweihnachtszeit in der Garage ihres Großvaters ein selbsterdachtes Stück zur Aufführung. Nachbarn und Freunde hatten ihren Spaß und spendeten nicht nur Beifall, sondern auch 100.- € für African Angel e.V. Weiter solche kreativen Ideen! [125, 126]

Große Ehrung für Harriet und African Angel e.V. aus Bürstadt/Hessen!

Große Aufregung im Neuen Jahr: Der Heimat- und Karnevalsverein Bürstadt (Hessen) hatte Harriet zur Preisträgerin des "Courage-Ordens" erkoren. Diesen Orden, der seit 1983 verliehen wird, erhalten ´Personen oder Gruppen des öffentlichen Lebens, die sich durch besonderen Mut oder Engagement für eine Sache verdient gemacht haben´.

´Unsere´ Harriet war nun also am 24. Januar 2010 in der Nachfolge von Menschen wie z.B. Hans Dietrich Genscher, Kardinal Lehmann oder Günter Wallraff. Schon im Vorfeld hatte man die Spannung in der Bürstädter Öffentlichkeit förmlich spüren können - war "die berühmteste Toilettenfrau Deutschlands" doch die erste farbige Preisträgerin. Und Harriet enttäuschte keinen: Schon beim vorherigen Empfang in Begleitung von African Angel-Beiratsmitglied Frau Mechthild Heitmeyer durch die Stadt Bürstadt und den Eintrag in das Goldene Buch der Stadt hatte sie mit ihrer herzlichen Spontaneität die Offiziellen für sich eingenommen. Und die 300 Gäste im Festsaal des Bürstädter Bürgerhauses wurden auch danach nicht enttäuscht: Als sich Harriet mit einer eigenen Rede für die Laudatio und den Preis bei dem Präsidenten des HCV Bürstadt, Herrn Roger Wulff, bedankte, blitzten in den Augen mancher Gäste Tränen der Rührung oder bahnten sich ihren Weg durch Schichten von Make-up die Wangen entlang. Am Schluss ihrer Dankesrede machte sich Harriet daran, auch noch selbst den Bürstättern Orden zu verleihen - Roger Wulff erhielt von ihr den Orden des Düsseldorfer Comitee Carneval und den Orden des Düsseldorfer Prinzenpaares überreicht. Damit hatte sie dann sicherlich endgültig auch noch die restlichen Herzen der Besucher des Ordensfestes gewonnen!

Damit es aber nicht nur bei der Ehre blieb, hatte der Heimat - und Karnevalsverein Bürstadt im Vorfeld zusätzlich für den Verein African Angel e.V. gesammelt. 1.555.- € waren so zusammengekommen. Und da wollten sich auch andere Festgäste nicht lumpen lassen: Der Karnevalsverein ´Mannheimer Löwenjäger´ legte spontan weitere 500.- € dazu und die Heinrich - Vetter - Stiftung aus Ilvesheim unterstützte das Projekt African Angel mit zusätzlichen 1.000.- €! So konnte Harriet nicht nur eine schöne Urkunde und viele neue Freunde gewinnen, sondern auch über 3.000.- € für die Kinder von Bukom mit nach Düsseldorf bringen.

Danke! [127, 128, 129, 130, 131, 132, 133, 134, 135, 136, 137, 138, 139, 140, 141, 142, 143, 144, 145, 146, 147, 148, 149, 150, 151, 152, 153, 154, 155, 156, 157, 158, 159, 160, 161]


Harriet in Accra

Vom 26. März bis zum 17. August 2009 war Harriet im African Angel-Heim in Accra. Der von unseren Spenderinnen und Spendern ermöglichte Ausbau des Heimes und die Verdoppelung der Zahl der betreuten Kinder aus Bukom auf 52 führte zu einer Reihe neuer Aufgaben und Probleme, deren Lösung Harriets Anwesenheit vor Ort unbedingt erforderlich machte. Jetzt ist Harriet wieder in Düsseldorf und hier ist in Kürze ihr aktueller "Lagebericht":

Neue Sachspenden kommen in Ghana an.

Allen Kindern geht es gut und sie haben ihre Geschenke erhalten [1] - Riesenfreude im Haus!!! Das war allerdings mit einigem Aufwand verbunden. Sie waren mit 10 Personen, Harriet, Anne-Marie Galanis, ihre Freundin Anne Stowers und 7 der größeren Kinder, zum Zoll gefahren, um den Container abzuholen. Das bedeutete, sie mussten den kompletten Container ausräumen, es wurde alles kontrolliert und dann mussten sie alles wieder einräumen. Die größeren Kinder haben sie mitgenommen, damit diese die ausgeräumten Sachen im Auge behielten, damit nichts "Beine bekommt"! Das alles hat 6-7 Stunden gedauert!!!! Aber sie konnten die Sachen erst am nächsten Tag abholen, da ja noch die Zollgebühr berechnet werden musste!!! Aber dann gab es den großen Jubel [2, 3].

Die Kinder sind sehr glücklich über die von den Patinnen und Paten geschenkten Fahrräder! Die, die noch nicht fahren können, lernen es von den Mitbewohnern und sie werden mobil [4, 5]. Der größte Teil der Kinder besitzt nunmehr sein eigenes Rad, aber das führte auch zu chaotischen Verhältnissen auf dem Heimgelände. Auch dieses Problem löste Harriet mit ihrer zupackenden Art: Sie machte den Plan für eine "Fahrrad-Garage", die sie dann hinter dem Security-Haus bauen ließ [6]. Jetzt hat jedes Kind einen Platz für sein "Fahrzeug" und die Ordnung auf dem Heimgelände ist wieder hergestellt.

Ein neuer Schulbus wurde gespendet.

Dank der Großzügigkeit unserer SpenderInnen konnten wir die Schulbuskapazität der größeren Kinderzahl endlich anpassen: Mit Harriet zusammen war auch der Großcontainer mit der Busspende der Familie Broich [7, 8] und den vielen anderen Spenden im Freihafen angekommen [9]. Mit den jetzt zwei Kleinbussen können alle 52 Kinder auf einmal morgens zu ihren "Arbeitsplätzen" und nach einem anstrengenden Schultag wieder zurück ins Heim transportiert werden. Die Freude bei den Kindern war groß - zumal Herr und Frau Broich ihre großzügige Spende persönlich begleiteten und den Kindern dadurch noch eine ganz besondere Freude bereiteten [10]. Für weitere Mobilität und Selbstbewusstsein sorgten dann die Fahrräder und Geschenke der Patinnen/Paten und SpenderInnen, die mit dem Großcontainer gekommen waren. Freude und Stolz pur auf allen Gesichtern [11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21, 22, 23]!

Damit wurde dann auch wieder zur Strandparty gefahren [24, 98, 99]. Man kann sich vorstellen, was für eine lustige Truppe - 52 singende Kinder, Harriet, die vier Deutschen und noch einige andere Personen - da unterwegs war.

Zuhause angekommen, waren die Kinder immer noch nicht müde. Hier spielten sie so wilde Spiele wie "Seilziehen" [25] und "Die Reise nach Jerusalem" [26].

Ein Ausflug mit den Kindern.

An einem Tag wollte man ein Naturreservat besichtigen [27, 28, 29]. Also wurden wieder alle Busse, Autos und Personen in Bewegung gesetzt - 4 1/2 Stunden Hinfahrt!!!!! Dann wäre noch eine Wartezeit von 3 Stunden gewesen!!! Das wollte man sich dann doch nicht antun und es ging wieder zurück. Zum großen Glück aller entdeckte man ein Restaurant und Herr Broich lud alle dorthin zum Essen ein - das war für alle Kinder eine Premiere, denn keiner ist je in einem Restaurant gewesen. Es gab Hähnchen mit Pommes oder Reis und Cola und Sinalco für jeden. Herr Broich meinte, es wäre eine Superleistung der drei Männer in diesem Lokal gewesen, 60 Leute so flott und toll zu bedienen.
Allerdings haben sie anschließend das Restaurant geschlossen - sämtliche Vorräte waren aufgegessen [30, 31, 32, 33, 34, 35]!!

Ein Besuch in der Presbyterian Church!

Gemeinsam mit allen African Angel-Kindern besuchten Harriet, Anne-Marie Galanis, Anna Stowers und die Familie Broich am Sonntag den Gottesdienst in der Presbyterian Church Sakumono [36]. Besonders gefielen den Besuchern aus Deutschland die Gesänge und die Gospel-Sänger.
Nicht nur für das geistliche Wohl wurde gesorgt, sondern auch für das leibliche.
Denn am Abend gingen alle in ein Restaurant in der Nachbarschaft [37]. Dort gab es Fisch namens Tilapia mit Banku, Jollof-Reis oder Kartoffelchips. Hmm!
Am nächsten Morgen flogen Anne-Mairie und Anna wieder nach Deutschland zurück [38].

Das Haus wird größer.

Hauptgrund für ihre Reise war ja an sich die zügige Fortführung unseres großen Bauvorhabens, des dritten Hauses für die Kinder [39, 40, 41, 42, 43]. Jeder, der schon mal eigene vier Wände gebaut hat, weiß, was das heißt: Sobald der Bauherr nicht da ist, passiert gar nichts mehr! So war Harriet wiedermal wochenlang Architektin, Bauherrin, Materialbeschafferin, Vor- und Hilfsarbeiterin in einer Person und wurde ihrem Ruf als "Sklaventreiberin" bei den ghanaischen Arbeitern mal wieder gerecht. Noch in den letzten Tagen ihres Aufenthaltes wurde der Estrich verlegt und die Betonwände verputzt [44, 45, 46]. Kurz vor ihrer Rückreise konnte sie dann aber zufrieden in die Hände klatschen und feststellen, dass jetzt das erste Stockwerk soweit fertig ist [47, 48, 49, 50].
Die Räume des Erdgeschosses sind also durch Oberdecken vor Regen geschützt und werden teilweise sogar schon genutzt. Das Büro ist aus dem Mädchenhaus in das neue Haus umgezogen und arbeitsfähig: Es gibt drei PC-Plätze [51, 52] und einen Extraraum, der nur die Ablage und Registratur beherbergt und zwei Toiletten [53, 54, 55, 56]. Das frühere Büro wird übergangsweise jetzt als Gästezimmer genutzt [57, 58, 59, 60].
Auch die noch nicht völlig fertig eingerichteten Räume des Erdgeschosses werden von den Kindern schon als Ess- bzw. Arbeits-/Hausaufgabenraum genutzt [61, 62, 63].

Wie wichtig Harriets Augen "vor Ort" sind, zeigte sich auch an dem die Häuser umgebenden, unbefestigten Vorhof. Nach jedem Regenguss, und davon gibt es ja in Afrika eine ganze Menge, wurde aus diesem Hof ein Morastgelände, in welchem das Wasser knöcheltief stand [64]. Harriet löste kurzentschlossen dieses Problem, indem sie drei LKW-Fuhren mit Pflastersteinen anforderte und den Vorhof mit diesen Steinen befestigen ließ [65, 66].

Unsere Besucher.

Auch Anne-Marie (Patin von Rachel) und ihre Freundin Anna nutzten die Gelegenheit, um sich das Projekt African Angel vor Ort von Harriet genau erklären und zeigen zu lassen. Die beiden Freundinnen haben beruflich Kontakte zur Firma Henkel KGaA in Düsseldorf und Harriet durfte auf Einladung von Frau Christa Büchler, der Koordinatorin der MIT-Initiative im Rahmen des Bereiches "Henkel-Smile", das Projekt African Angel bei Henkel-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vorstellen. Die erste Spendenlieferung aus Düsseldorf ist mittlerweile bereits eingetroffen. Anne-Marie und Anna werden den Henkel-Mitarbeitern nun aus eigenem Erleben berichten können, wie wertvoll diese Hilfe für das Projekt African Angel ist [67, 68, 69, 70, 71].

Die Studentin Anna-Lena Ehret aus Stuttgart war auch in Accra im African Angel-Cottage und hat sich rührend um die Kinder gekümmert, indem sie ihnen ein paar deutsche Worte beibrachte und sogar die Kleidung der Kinder während der Zeit, als die Waschmaschine defekt war, mit der Hand gewaschen hat [72].

Neue Mitarbeiter.

Die Erhöhung der Kinderzahl auf 52 und die Vergrößerung der Heimfläche stellten African Angel vor erhebliche Herausforderungen in den Bereichen Administration und Finanzwesen, Hauswirtschaft, Lerneffizienz, Logistik, medizinische und pädagogische Betreuung und Sicherheit. Auch vor dem Hintergrund einer verstärkten Kontrolle durch die ghanaische Regierung war Harriet aufgrund ihrer Langzeitbeobachtung von März bis August gezwungen, Fehlentwicklungen zur Kenntnis zu nehmen und den Personalbereich im Interesse der Kinder anzupassen bzw. umzustrukturieren:
Der Vertrag mit der bisherigen Direktorin wurde aufgelöst.
Im Wege der Personalfindung wurden Anzeigen geschaltet, aufgrund der ermittelten Kriterien geeignete Kandidatinnen ermittelt, zu Bewerbungsgesprächen eingeladen und den Geeignetsten ein vorläufiger Probevertrag angeboten. Erst nach bestandener Probezeit und Diskussion werden dann die Verträge vom Vorstand in Deutschland genehmigt und unterzeichnet. Dabei wird auch unsere Finanzlage eine große Rolle spielen.
Mittlerweile sind folgende Positionen neu besetzt und vorerst nur auf Probe tätig:

Heimdirektorin, Miss Rebecca Yeboah
Sie hat ihren Bachelor of Science an der Universität gemacht und verfügt auch über Erfahrungen im administrativen Bereich. Ihre Verantwortung besteht für die gesamten Heimabläufe sowohl im administrativen Berichts-und Rechnungswesen), hauswirtschaftlichen, personaltechnischen und pädagogischen Bereich. Sie wird auch für die Repräsentation des Heimes gegenüber Regierungsstellen und Kontakte zu anderen Institutionen in Ghana zuständig sein.

Assistant Direktorin, Miss Janet Dowetin
Sie ist eine ausgebildete Lehrerin, die die Heimdirektorin besonders in den Bereichen Erziehung und Pädagogik, aber auch bei der Administration und in Schulfragen, entlasten und unterstützen soll.

Office Assistentin, Miss Rhoda Hammond
Sie wird zwar überwiegend für Schreib- und PC-Arbeiten zuständig sein, aber auch zeitweilig und auf Anordnung ihrer Vorgesetzten die Arbeit von Angestellten und die Beschäftigung der Kinder überwachen.

Die vorläufige Einstellung dieser drei Kräfte erfolgte durch Harriet zu dem gleichen Betrag, den bislang die bisher verantwortliche Direktorin erhielt [73, 74]. Zusätzlich machte die veränderte Sachlage (erhöhte Kinderzahl) noch die Besetzung folgender Positionen erforderlich:

Sporttrainer, Mr. Kennedy Sarpong
Das Fach Schulsport gibt es an den Schulen kaum. Es gibt aber eine Reihe von Mädchen und Jungen, die schon heute sehr talentierte Fußballspielerinnen sind [75]. Diese werden von sogenannten Vereins-Scouts mit leeren Versprechungen von den Schulen weggelockt und in die manchmal sehr dubiosen Fußballvereine verschleppt. Da sie häufig diesen Verlockungen und Versprechungen erliegen, sind sie dann für eine ordentliche Ausbildung und Erziehung meistens verloren. Wir haben daher beschlossen, diese Talente in unserem Heim selber sportlich auszubilden. Dazu kommt ein Sporttrainer z.Zt. drei mal die Woche und trainiert mit den Fußballtalenten [76, 77, 78, 79].
Zusätzlich organisiert er für alle Kinder und Mütter an jedem Samstag von 5 bis 8 Uhr morgens gemeinsamen Frühsportunterricht als Pflichtfach [80, 81, 82, 83, 84, 85, 86, 87].

Ganztagsbetreuerin, Miss Helen Nketsiah
Da die zwei Hauswirtschaftskräfte fast rund um die Uhr mit der Zubereitung der Mahlzeiten beschäftigt sind, bleiben die Kinder sich zu oft selber überlassen. Helen übernimmt z. Zt. diese Betreuung bis um 22 Uhr. Sollten es die finanziellen Verhältnisse einmal gestatten, wäre uns natürlich auch eine komplette Nachtwache lieber.

Sicherheitspersonal:
Diese Positionen sind besonders sensibel und wichtig, da es um die Sicherheit von den Kindern geht. Harriet musste einen der zwei Wachleute entlassen, der sich als unzuverlässig erwies. Leider gibt es in Ghana kaum weibliche Sicherheitskräfte, sodass Harriet auf Empfehlung des verbliebenen Sicherheitsmannes, Issahaku Chodi, eine Neueinstellung in diesem Bereich vornahm. Uriah Ballan, der jetzt diese Funktion ausfüllt, ist außerdem insofern ein Glücksgriff, als er auch ein Experte für die Reparatur von Fahrrädern ist und die Arbeiten an den Rädern der Kinder übernehmen kann.

Unser Hauptanliegen: Bildung und Ausbildung der Kinder.

Das Hauptanliegen von African Angel ist es, den Kindern aus Bukom eine gute schulische Erziehung als Basis ihres zukünftigen Lebens zu ermöglichen! Chancen durch Bildung. Da es, anders als in Deutschland, in Ghana keine guten staatlichen Schulen gibt, sind wir dabei auf die geeigneten Privatschulen angewiesen. Beim Start unseres Programmes war die Sakumono Complex School eine geeignete Lösung für die Kinder aus Bukom. Im Laufe ihrer Schulkarriere haben sich leider dort die Bedingungen für die Kinder verschlechtert: Überfüllte Klassen und zuwenig Lehrer in den wichtigen Anfangsschuljahren führten zu mangelndem Interesse und nachlassendem Lerneifer bei unseren Kindern. Der Lehrermangel und deren nachlassende Arbeitsmotivation machten die Sakumono Complex School nur noch zu einer Art ´Schülerbewahranstalt´. Diese Entwicklung schien Harriet so bedenklich, dass sie auch die Schulsituation einer genauen Prüfung unterzog. Im Ergebnis dieser Prüfung wurde ein differenzierter Schulwechsel durchgeführt. Seit Mai 2009 besuchen die meisten Kinder die Ann Lisa International School, ein weiterer Teil wird im neuen Schuljahr auf die Vison Intellectuals School gehen und der Rest besucht weiterhin die Christ Preperatory School in Sakumono [88, 89]. An diesen Schulen werden die Kinder erheblich mehr gefordert und besser gefördert! Das Verhalten, insbesondere das Lernverhalten, hat sich bei den Kindern nach dem Wechsel an die neuen Schulen erheblich besser entwickelt. Allerdings hat dieser Erfolg auch seinen Preis - die Schulgebühren betragen jetzt etwa das Dreifache gegenüber vorher.

Ein weiterer Aspekt in der schulischen Erziehung der Kinder sind die sogenannten Vacation Classes in den Sommerferien zur Vorbereitung auf das kommende Schuljahr und die neue Klasse. Um einen ausreichenden Lernerfolg im kommenden Schuljahr zu sichern, ist die Teilnahme an diesen Vorbereitungsklassen quasi Pflicht. Es gibt so etwas wie einen Gruppenzwang: Wer nicht daran teilnimmt, ist von vorneherein vom Rest der Klasse isoliert. Die Vacation Classes begannen in der ersten Augustwoche und enden in der ersten Septemberwoche mit dem Beginn des neuen Schuljahres. Die Teilnahmegebühren betrugen in diesem Jahr für jedes Kind im Durchschnitt 13,- €, insgesamt also 676,- €. Das Geld konnte von Harriet mit großer Mühe aufgebracht werden.

Wir kommen aus Bukom-Accra in Ghana in Afrika. Hier ist unsere Heimat!

Die African Angel-Kinder sollen gut ausgebildete, weltoffene Menschen mit festen Überzeugungen werden. Damit sie in der Zukunft nie vergessen, wo sie herkommen, was also ihre ´roots´ sind, hat Harriet in der Vergangenheit immer dafür gesorgt, dass die Kinder regelmäßig den Kontakt nach Bukom und - wenn möglich - auch zu ihren dort sesshaften Herkunftsfamilien halten. Endlich wird sie in größerem Rahmen dabei auch von der neuen Schule, der Ann Lisa International School, unterstützt: Im Zuge der Modernisierung der afrikanischen Gesellschaft will man die Erinnerung an die alten Kulturen wach halten. Aus diesem Grund veranstaltet die Schule regelmäßig sogenannte "Cultural Days", Kulturtage. An diesen ehren und feiern die Schülerinnen und Schüler in den Trachten der verschiedenen Stämme die Sitten und Gebräuche der alten Traditionen. Dabei geht es nicht nur um Stämme auf dem ghanaischen Territorium, sondern auch aus den anderen, an Ghana grenzenden Ländern. Im Juli nahmen auch die African Angel-Kinder an einem solchen "Cultural Day" teil. Sie tanzten mit Begeisterung und viel Freude den Kpanlogo-Tanz [90, 91, 92], zelebrierten das Wolomo (Priestergebet) [93] und die Rituale in Nigeria, wenn man dort einem Ingwe (einem nigerianischen König) begegnet [94, 95, 96] sowie den Auftritt eines Asantehene (ghanaischer Asante-König) [97]. Wir sind froh, dass die neue Schule besonderen Wert auf diese afrikanische Bewusstseinsbildung legt. Vielleicht werden wir ja in baldiger Zukunft auch die Möglichkeit schaffen können, dass bei unseren Kindern im Heim auch Talente, wie tänzerische, malerische, musikalische oder schriftliche Ausdrucksfähigkeit zusätzlich gefördert werden. Ähnlich, wie das heute schon im Bereich der Sportförderung geschieht, wo es einen sogenannten Sport Coach gibt. Im Bereich der kulturellen Förderung wäre z.B. ja auch ein Cultural Coach vorstellbar.


Das Buch!

Seit nun mehr als eineinhalb Jahren wurde an einem Buch über das Leben von Harriet Bruce-Annan gearbeitet, das jetzt im Oktober erscheint [100]. Hierzu besuchte die Autorin Beate Rygiert das African Angel-Cottage im Mai 2009 für eine Woche, um mit Harriet noch mal das ganze Buch en détail durchzugehen und sich vor Ort ein Bild über das Leben der Kinder zu machen. So bekam das Buch seinen letzten Schliff.

Das Buch erscheint beim Lübbe-Verlag. Viel Spaß beim Lesen.


Harriet Bruce-Annan von Berliner Senat zu Migrations-Konferenz eingeladen

"WISSEN WANDERT" war der Titel, unter dem zwischen 16. und 17. April 2008 in Berlin eine Konferenz zur Rolle von Wissen in der internationalen Migration stattfand. Die Teilnehmer waren weitgereist und kamen von allen Kontinenten. Die Vorsitzende des Vereins African Angel e.V. berichtete in ihrem Referat über ihre eigenen Erfahrun-gen in Deutschland, wo die Qualifikationen aus den Heimatländern der Migrantinnen und Migranten häufig nicht anerkannt und meistens nicht einmal erkannt würden [101].

So wurde in Düsseldorf aus einer ghanaischen Computerprogrammiererin zuerst eine Putz- und Toilettenfrau und dann die erfolgreiche Gründerin und Vorsitzende einer Nicht-Regierungsorganisation im Kinderbildungsbereich. Dieses Potential wurde allerdings in ihrem neuen Heimatland (Deutschland) weder erkannt noch genutzt [102].

Der mit großer Emotion vorgetragene Lebensbericht von Harriet Bruce-Annan lieferte den Konferenzteilnehmern in der Pause sicher reichlich Stoff zu Gesprächen und gab den Vertretern aus Bürokratie und Politik hoffentlich Anlass zum Nachdenken ([103] mit Harriet, Sarpong, Schrenk). Der vollständige Tagungsbericht mit den Beiträgen aller Referentinnen und Referenten liegt jetzt vor und kann über folgenden Link bestellt werden: http://www.sid-berlin.de/files/Konferenzbericht-Wissen_wandert.pdf


"Ye da mu ase, Nyame enshira mu"

Die Kinder von Bukom bedanken sich für Ihr Interesse und Ihre liebe Unterstützung mit "Nye yiwala donn agbo agboi" (auf Ga "herzlichen Dank") und "Ye da mu ase, Nyame enshira mu" (auf Twi "Danke und Gott segne Euch") [104, 105, 106, 107, 108, 109, 110, 111, 112].

Bis zu den nächsten Neuigkeiten.

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